Vogelhäuser – nicht nur für die Winterfütterung

Wie wir euch in unserem Artikel über die Fütterung von heimischen Vögeln bereits angekündigt haben, wollen wir euch diesmal schöne und funktionale Vogelhäuschen vorstellen und euch zeigen, wie ihr ein solches Vogelhaus selbst bauen könnt.
Die meisten Vogelhäuschen bestehen aus Holz oder Kunststoff. Ganz gleich für welche Variante ihr euch entscheidet, das Vogelhäuschen sollte regelmäßig mit heißem Wasser gereinigt werden, damit sich die Vögel nicht mit Krankeiten infizieren. Benutzt dazu bitte keine Reiniger, da diese den Vögeln schaden können.
Vögel können außerdem in seltenen Fällen Träger sogenannter Zoonosen sein, also Krankheiten, die vom Vogel auf den Menschen übertragbar sind. Beim Reinigen des Vogelhäuschens solltet ihr daher immer Handschuhe tragen.


Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt

Im Handel gibt es Vogelhäuschen in allen Größen und in vielen verschiedenen Ausführungen zu kaufen. Die meisten ähneln dabei wirklich kleinen Häusern, manche sind einer Scheune nachempfunden, anderer einer Villa, wieder andere bestehen nur aus einer Futterfläche und einem Dach. Für welche Variation ihr euch entscheidet, bleibt in erster Linie eurem Geschmack überlassen. Der eine mag es lieber etwa verspielter, der andere lieber einfacher und funktional.
Wichtig ist jedoch, dass die Futterfläche ausreichend groß ist, der Platz unter dem Dach groß genug ist, dass auch größere Vögel an das Futter gelangen können und dass das Futter nicht nass werden kann.
Das Vogelhaus solltet ihr sicher und standfest befestigen. Dazu bieten sich Pfähle an, die fest in den Boden gerammt werden. Ihr solltet bei dem Standort mindestens zwei Meter Sicherheitsabstand zu Glasscheiben einhalten, damit kein Vogel verletzt wird, indem er gegen eine Fensterscheibe fliegt. Und auch die eigenen Stubentiger oder die der Nachbarn sollte man nicht vergessen, für sie können die Vögel im wahrsten Sinne des Wortes zum gefundenen Fressen werden. Stellt das Häuschen daher am besten so auf, dass eine Katze nicht hineinklettern oder vom benachbarten Baum oder Zaun hineinspringen kann.

Erich Westendarp / pixelio.de

Erich Westendarp / pixelio.de

Vogelhäuschen selber bauen

Wer lieber selbst Hand anlegen möchte, hat zwei Möglichkeiten. Zum einen gibt es Bausätze zu kaufen, aus denen man auch mit wenig handwerklichem Geschick selbst ein Vogelhaus bauen kann. Dort ist bereits alles enthalten, was ihr benötigt und auch das benötigte Werkzeug hält sich in Grenzen.
Wer sein Vogelhäuschen lieber komplett selbst bauen möchte, wird sich wohl am ehesten für ein Vogelhäuschen aus Holz entscheiden.
Dazu braucht ihr passendes Holz, eine Säge, Schrauben oder Nägel, einen Schraubenzieher, einen Hammer und eventuell eine Zange. Für ein simples Vogelhäuschen reicht es aus, wenn ihr eine Grundplatte nehmt, um die ihr einen etwa drei bis fünf Zentimeter hohen Rand zieht, damit das Futter nicht herausfallen kann. Nun könnt ihr an allen vier Ecken etwa 20 bis 25 Zentimeter lange Rundhölzer oder ähnliches aufstellen und festschrauben, auf denen ihr das Dach befestigt. Dazu reicht in einer ganz einfachen Variante eine weitere Holzplatte, die mindestens genausgroß ist, wie eure Grundplatte. Mit einer Schraube befestigt ihr nun die Grundplatte auf einem Kantholz oder einem Baumpfahl und fertig ist euer Vogel-Flachdach-Bungalow. Die Seiten solltet ihr offen lassen, damit die Vögel eine gute Rundumsicht haben und Fressfeinde wie Katzen jederzeit sehen können.
Wenn ihr euer Vogelhäuschen anmalen oder imprägnieren wollt, müsst ihr auch jeden Fall darauf achten, ungiftige und umweltverträgliche Farben zu verwenden.
Im Netz findet ihr noch viele weitere Anleitungen, wie ihr Vogelhäuschen bauen könnt, wie beispielsweise in dieser Anleitung vom NABU:

Eine super Alternative zum Vogelhaus ist der Futtersilo oder Futterspender. Auch den könnt ihr leicht selber bauen. Wie, das zeigen wir euch in der nächsten Woche.

 

Die Kommentare wurden geschlossen