Das Amazonasbecken – Ein Stück Natur im Aquarium

Der Amazonas ist ein etwa 6500 km langer Fluss im nördlichen Südamerika und gilt als der wasserreichste Fluss der Erde. Etwa 1.500 Fischarten haben hier ihren natürlichen Lebensraum. Im Vergleich: In den Flüssen Europas tummeln sich rund 500 Fischarten. Hier findet sich auch die größte Artenvielfalt an Zierfischen, wie Diskusfische, Skalare, Neons, Piranhas, Panzerwelse und die unzähligen L-Welse. In der Aquaristik werden in einem Amazonasbecken die Bedingungen der Wasserwelt des Amazonas naturgetreu nachgebildet. Wir geben euch einige Tipps, wie auch ihr dieses wundervolle Stück Natur weitestgehend nachbilden könnt.

Amazonas 2Farbenprächtiges Regenwaldflair in heimischen Gefilden

Der Amazonas im brasilianischen Regenwald ist vor allem berühmt für wilde Natur und farbenprächtige Fische.
Wer sich die Unterwasserpracht unbändiger Natur in heimische Gefilde holen möchte, lässt sich auf ein kleineres Abenteuer ein und sollte diese Entscheidung umsichtig treffen.
Ein Amazonasbecken ist ein biotopes Süßwasseraquarium, das spezifische Anforderungen an die Einrichtung und die Wasserqualität stellt, die aber auch für einen Aquarienfänger ohne größere Schwierigkeiten zu erfüllen sind. Im farbenprächtigen Biotop Aquarium werden natürlich ausschließlich Pflanzen, Steine, Wurzeln und Untergrund eingesetzt, die ihren Ursprung nach aus dem brasilianischen Urstroms stammen und den Fischen einen optimalen Lebensraum gewährleisten. In keinem Fluss der Erde werdet ihr Zierschiffe aus Plastik oder Mini-Spongebob-Figuren finden. Wer seinen Fischen einen naturgetreuen Lebensraum schaffen will, sollte auf künstliche Gegenstände verzichten.

Amazonas 3Welche Fische sind für ein Amazonasbecken Aquarium geeignet?

Es müssen nicht gleich fleischfressende Piranhas sein. Die Auswahl der Fischarten, die ihren Ursprung im Amazonas haben, ist groß.
Gut zu halten sind Panda–Panzer–Welse, Skalare, Antennenwelse, Schmetterlingsbuntbarsche und Rotstreifenbuntbarsche. Auch Diskusfische erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.
Die bunten Farben der Fische ziehen die Blicke magisch auf sich und beim Beobachten kann man schon mal die Welt um sich herum vergessen und entspannt verweilen.

Was muss bei der Einrichtung beachtet werden?

Um die Bepflanzung des Süßwasseraquariums biotopgerecht zu halten, sind Amazonas-Schwertpflanzen fast unumgänglich. 1 – 2 große Solitärpflanzen sollten im Hintergrund mittig und etwas kleinere buschig an den Seiten platziert werden.
Zusätzlich können feingefiederte Arten wie der Brasilianische Wassernabel und das Brasilianische Tausendblatt eingesetzt werden. Valisneria, Echinodorus und Cryptocorynen sind krautige, robuste Pflanzen und stammen ebenfalls aus subtropischen und tropischen Klimazonen.
Bei all dieser Auswahl an Pflanzenpracht bitte unbedingt darauf achten, dass die Fische noch genügend Raum zum Schwimmen haben. Als Bepflanzungsregel sollten deshalb größere Pflanzen im Hintergrund eingesetzt werden und die niedrigeren im Vordergrund, damit erhält man eine gute Sicht ins Becken und den Fischen wird genügend Schwimmraunraum belassen.
Eine Moorkienwurzel gehört zu den must have in einem Amazonasbecken. Sie ist ein sehr dekorativer Hingucker und dient den bunten Bewohnern zum Schutz und als Versteck. Der Boden wird mit einem feinkiesigen Substrat bedeckt, das idealerweise mit getrockneten Blättern z.B. vom Seemandelbaum bedeckt ist. Wer seinen Welsen einen geeigneten Lebensraum bieten will, kann mit geeigneten Steinen mehrere Höhlen aufschichten.

Amazonas 1Die Wasserqualität

Ideal für die artgerechte Haltung ist weiches Wasser mit einem neutralen bis leicht sauren PH-Wert. Mit einem Torfeinsatz im Filter erreicht man ganz natürlich einen PH-Wert im leicht sauren Bereich und weicheres Wasser, das die Fische gesund und munter hält und die Pflanzen erstarken lässt.
Die optimale Wassertemperatur für ein Amazonasbecken liegt zwischen 25 und 28 Grad. Die Fische und das nötige Zubehör findet der Liebhaber naturgetreuer Unterwasserwelten in den meisten Zoofachgeschäften.