Der Garten

Hanging_Gardens_of_BabylonSchon aus den frühesten Hochkulturen der Menschheit sind Nutz- und Ziergärten bekannt, der Garten gehört untrennbar zur menschlichen Zivilisation.
Sowohl aus dem alten Ägypten als auch aus der minoischen Zeit, mehr als 2.000 Jahre vor Christus, sind Überlieferungen von prachtvollen Gärten bekannt und als die wohl bekanntesten antiken Gärten gelten die Hängenden Gärten von Babylon, die von zahlreichen antiken griechischen Schriftstellern beschrieben wurden. Sie gehören zu den Sieben Weltwundern der Antike und befanden sich am Ufer des Euphrat im heutigen Irak.
Auch die alten Römer waren ein Volk der Gartenliebhaber, allein in der durch einen Ausbruch des Vesuv im Jahre 79 nach Christus verschütteten Stadt Pompeji wurden bei archäologischen Grabungen über 600 Gärten entdeckt.
Die Römer unterschieden schon damals Nutzgärten und Lustgärten. Der Lustgarten, der im Gegensatz zum Nutzgarten keinen materiellen Nutzen brachte und rein der Erholung und der Erbauung der Sinne diente, wurde schnell zum Statussymbol der Reichen. Neben Pflanzen wurden Statuen, Brunnen, Teiche und Kanäle kunstvoll angelegt und in vielen römischen Villen gab es von Säulen umgebene, bepflanzte Innenhöfe.

Gärten im Wandel der Epochen

Garten VersaillesIn späteren Jahrhunderten entwickelte sich vor allem im viktorianischen England eine sehr künstlerische Gartenkultur, in der bevorzugt Themengärten mit exotischen Pflanzen angelegt wurden.
Auch die Niederländer, die noch heute bekannt sind für die Blumenzucht, waren große Gartenliebhaber und prägten maßgeblich den Stil der barocken Gärten, die vor allem in Frankreich im 17. und 18. Jahrhundert zum architektonischen Gesamtkonzept berühmter Schlösser wie zum Beispiel Versailles oder Chantilly gehörten.
Doch auch in Deutschland gibt es viele barocke Gärten zu bewundern, dazu gehören unter anderem die Hesperidengärten in Nürnberg, der Garten der Würzburger Residenz und der Schlosspark Nymphenburg in München.

Der Garten heute

512px-Natural-gardenHeute sind Gärten aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. In den Städten gibt es öffentliche Parks und in den Außenbereichen hat nahezu jedes Ein- und Zweifamilienhaus einen mehr oder weniger großen Garten. Im urbanen Raum finden sich Dachgärten, Gärten in den Hinterhöfen und auf vielen Balkonen mitten in der Stadt werden liebevoll kleine Minigärten angelegt, die einen großen Wohlfühlfaktor mit sich bringen.
Zum großen Teil sind unsere heutigen Gärten reine Ziergärten, die der Erholung und der Freizeit dienen, doch auch der Trend zum Nutzgarten steigt in den letzten Jahren immer mehr an. Und auch der Naturgarten, in dem im Gegensatz zum klassischen Ziergarten versucht wird, ein möglichst naturnahes Biotop zu errichten, in dem viele Tiere und Pflanzen einen artgerechten Lebensraum finden, erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Hier bei Land & Wasser findet ihr immer die neuesten Gartentrends, viele nützliche Tipps und Tricks rund um den Garten, viele kreative Gestaltungsideen für jeden Geldbeutel und vieles, vieles mehr.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Stöbern und Lesen und einen allzeit grünen Daumen!

 

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